Verkehrsclub der Schweiz VCS

Red Bull Air Race 2007 in Interlaken:
Der VCS verlangt günstige öV-Kombitickets und Parkplatzgebühren in der Höhe der Expo 02

Die imposante Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau ist sicher mitentscheidend für den Austragungsort Interlaken. Die VCS Regionalgruppe Thun-Oberland kann auch die wirtschaftlichen Ueberlegungen der betroffenen Gemeinden nachvollziehen, diesen Anlass willkommen zu heissen. So verspricht doch ein solcher Event eine weltweite mediale Aufmerksamkeit und den Besuch von rund 100'000 Zuschauern und Zuschauerinen. Sollte das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL die Bewilligung erteilen, fordert der VCS, dass umweltrelevante Aspekte in angemessener Weise mitberücksichtigt werden müssen und folgende Rahmenbedingungen für die Durchführung des Events gelten:

 

  • Fliegen trägt massgeblich zur Erwärmung des Klimas bei und muss deshalb zum Klimaschutz beitragen, erst recht die reine Vergnügungs- und Freizeitfliegerei. Der VCS fordert zur Kompensation des CO2-Ausstosses des Anlasses, dass von jedem Eintrittsbillett 1.- bis 2.- Fr. abgezweigt und für Klimaschutzprojekte (z.B. über "my climate") eingesetzt werden.
  • Die An- und Abreise der zu erwartenden und für diese Region gewaltigen Besucherströme müssen hauptsächlich mit dem ÖV abgewickelt werden. Vergünstigte Kombitickets der SBB müssen abgegeben werden.
  • Hohe Parkgebühren in der Höhe derjenigen der Expo 02 sollen den motorisierten Individualverkehr möglichst gering halten. Shuttlebusse müssen angeboten werden.
  • Der VCS wünscht bei einem positiven Entscheid des BAZL eine entsprechende Informationsveranstaltung der Behörden und Organisatoren. Diese soll aufzeigen, welche Massnahmen geplant sind, um die Luft- und Lärmbelastung so klein als möglich zu halten.

VCS Verkehrs-Club der Schweiz, Regionalgruppe Thun-Oberland, Andrea de Meuron

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